Nachhaltiges Geschäftsmodel

Gesunde Snacks aus Trockenfrüchten

So sehen unsere fixfertigen Mango Balls aus. Bis sie aber bei uns in der Schweiz gegessen werden können, müssen sie zuerst aus Afrika zu uns kommen. 

 

Nachhaltige Ernte in Westafrika

Die Mangos, genauer gesagt die Sorten Keitt & Kent, wachsen in Westafrika: Ghana, Elfenbeinküste & Burkina Faso, um nur einige Anbauländer zu nennen. Unser Produzent, die HPW AG, arbeitet in Ghana und der Elfenbeinküste hauptsächlich mit Kleinproduzenten zusammen, um die Mangos für die Trockenfruchtproduktion zu gewinnen. 95% der Mangos kommen von eben diesen Kleinproduzenten. 

Um Mangos zu Ernten werden Mangobäume angepflanzt. Bis diese die ersten Früchte tragen, dauert es 5 Jahre. Die Mangoproduktion ist also ein langfristiges Geschäft. Für die Kleinproduzenten – die Bauern und Bäuerinnen – ist daher eine langfristige Zusammenarbeit sehr wichtig. Dies generiert Sicherheit. Die HPW AG bietet genau dies. Sie garantiert langfristige Zusammenarbeit mit den Bauern und Bäuerinnen und damit Planungs- und Investitionssicherheit. Würde unser Produzent, die HPW AG, diese langfristigen Beziehungen nicht unterhalten und die benötigte Menge an Mango jedes Jahr aufs Neue evaluieren und einkaufen – den Kleinbauern damit keine Abnahmegarantie geben –  dann wäre der Bauer oder die Bäuerin jedes Jahr wieder aufs Neue mit existentiellen Unsicherheiten konfrontiert, ob er oder sie die Früchte überhaupt verkaufen kann. 

Bild das Mangobäume zeigt

Das Verarbeiten der Mangos

Die Mangos werden lastwagenweise in die Fabriken transportiert. Dort werden sie nachgereift, gewaschen, geschnitten und getrocknet. Beim Verarbeitungsprozess fallen immer auch Mangostücke an, die nicht mehr den Spezifikationen von Kunden entsprechen. Oder es wird Mal ein besonders süsses (und deshalb braunes) Stück weggeschnitten. Damit all diese Abschnitte nicht einfach vernichtet werden, wurden neue Wege gesucht, um diese zu Verarbeiten.  

Das Resultat Mangoballs:

tausend und ein Mangoball

Tausende von Mangoballs werden jeden Tag produziert und steigern so die Wertschöpfung im Ursprung. 

Mehr Arbeitsplätze im Ursprung

Die Mangoabschnitte werden mit Maschinen verkleinert und zu einem Teig verarbeitet. Dieser Teig wird dann in die Bällchenform gepresst und abgepackt. Diese Prozesse werden alle in den Ursprungsländer Ghana und Elfenbeinküste vollzogen. Das bedeutet, es werden gut ausgebildete Arbeiter an den Maschinen und in der Produktion benötigt. Aber auch in den Qualitätsabteilungen und in der Produktionsentwicklung. Zudem braucht es Platz, um dieses Produkt herzustellen (weitere Produktionshallen).

Aus ursprünglich unbrauchbaren getrockneten Mangoabschnitten entsteht so eine nachhaltige Wertschöpfungskette – ein super Produkt, das unseren Konsumenten und Konsumentinnen besonders Spass macht. 

2 Idee über “Nachhaltiges Geschäftsmodel

  1. Florian Hauser sagt:

    Hallo

    Hört sich soweit schon mal sehr gut an! Danke für die bisher geleistete Arbeit.
    Gerne hätte ich aber noch etwas detailliertere Infos zu den Umständen vor Ort:
    Werden den Kleinproduzent/Innen beim Anbau und den Arbeitnehmer/Innen in den Fabriken faire Löhne bezahlt und sind auch sie diejenigen, die am Ende von diesem Geschäftsmodell am meisten profitieren?
    Wie nachhaltig wird tatsächlich produziert:
    Verzicht auf Pestizide? Nachhaltige Bodenbewirtschaftung? Wie ist die Bewässerung gelöst?

    Herzlichen Dank für die Antworten!

  2. slowfruit.ch sagt:

    Lieber Florian Hauser,

    Besten Dank für Dein Interesse aber mehr noch, besten Dank für das kritische Hinterfragen. Es braucht Konsumenten, die genau hinschauen. Wir von slowfruit wollen transparent sein und uns so von unserer Konkurrenz unterscheiden, ganz im Sinne: we don’t want perfect, we want honest:

    Die Kleinproduzenten sind komplett selbständig und unabhängig. Sie bestimmen den Preis Ihrer Früchte selbst. Ihre Märkte sind in Europa, Fabriken in Westafrika und der lokale Markt (lokaler Konsum). Die Fairtrade Preise für z.B. Mango zum Verarbeiten kannst Du hier nachschauen: https://www.fairtrade.net/standard/minimum-price-info. Unser Lieferant zahlt signifikant bessere Preise (als die von Fairtrade festgelegten Preise) und gibt wie im Artikel beschrieben Sicherheit, die ganze Ernte abzunehmen. Somit können die unabhängigen Kleinproduzenten selbst entscheiden, wo sie weiter investieren wollen.

    Unser Lieferant ist Bio, Fairtrade und BRC (food saftey) zertifiziert. Diese Zertifizierungen setzten einen gewissen Standard sowie einen gewissen Grundlohn voraus. Zum Beispiel werden Überstunden bezahlt, es darf nur eine gewisse Anzahl Tage gearbeitet werden und dann muss freigenommen werden oder Mitarbeiter/innen dürfen sich formieren. Unser Produzent macht aber noch vieles mehr: So stellt er den Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zwei Mal pro Tag in der Kantine eine warme Mahlzeit zur Verfügung, Busse holen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den umliegenden Dörfern ab und weiter wurde vor etwa zwei Jahren eine Montessori Kinderkippe eröffnet.

    Wer profitiert am meisten von diesem Geschäftsmodel? Schlussendlich bleiben ca. 40%-50% der Wertschöpfung im Ursprung. Vergleicht man dies mit frischen Früchten, wo es gegen 10% sind, sind wir der festen Überzeugung, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen.

    Die Bewässerung ist einfach erklärt. Die Bauern und Bäuerinnen warten bis es regnet. Weiter baute unser Lieferant grosse Becken um Regenwasser zu sammeln (das Wasser wird also nicht einem Fluss abgepumpt).
    Betreffend Pestiziden und nachhaltiger Bodenwirtschaft können wir Dir keine pauschale Antwort geben. Jede Pflanze hat andere Ansprüche. So wird z.B. bei der Kokosnuss komplett auf Pestizide verzichtet. Bei den Mangos und Ananas kommt man in einigen Regionen auch ohne aus, muss aber in anderen feuchteren Gebieten Pestizide spritzen. Alle Produkte bestehen gengenüber dem EU-Rechtsrahmen und werden regelmässig getestet (BRC).
    Betreffend nachhaltiger Bodenwirtschaft liegt dies in der Verantwortung der Bauern und Bäuerinnen. Da Mango und Kokosnuss Bäume sind, die sehr alt werden können, ist es natürlich vor allem im Interesse der Bauern und Bäuerinnen, die Bäume und den Boden gut zu pflegen. Du findest in unserem ersten Blogbeitrag ein Bild einer Kokosnussplantage. Wobei Plantage ist grundsätzlich das falsche Wort, da noch diverse andere Pflanzen wachen: Gräser, Büsche und andere Bäume.

    Wir werden all diese Themen in zukünftigen Blogbeiträgen genauer anschauen.

    Lieber Florian Hauser, wir hoffen Dir, mit dieser Antwort Deine Fragen zu beantworten und Dich in Zukunft als Kunden gewonnen zu haben.

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